Das Top, die Vorderseite ist fertiggestellt, nun soll aus dem Stückchen Stoff ein Quilt werden.

Dazu brauchen wir einen Stoff für die Rückseite und Vlies zum Füttern, um es englisch korrekt zu benennen , reden wir vom Backing und Batting

Der Rückseitenstoff und das Vlies sollten an allen Seiten ca. 10 cm größer sein, als unser Top. Dadurch haben wir etwas Tolleranz, falls beim Quilten doch mal eine Lage verrutscht.

Als erstes suchen wir uns einen sehr großen Tisch, oder wer sowas nicht hat, eine freie glatte Fläche auf dem Boden. Dort platzieren wir unseren Stoff für die Rückseite mit der rechten Seite nach unten und spannen und fixieren ihn mit Klebeband am Boden. So stellen wir sicher, dass der Stoff absolut glatt und faltenfrei ist und nicht verrutschen kann.

Im nächsten Schritt legen wir unser Vlies auf den Stoff. Dieses brauchen wir nicht extra spannen, durch die Textur haftet das Vlies sehr gut am Stoff und verrutscht nicht. Wir müssen es nur gerade ausrichten und mit den Händen schön glatt streichen.

Nun kommt auch endlich unser Top ins Spiel, wir legen es auf das Vlies, rechte Seite zeigt nach oben und streichen es von der Mitte nach außen ganz glatt, bis keine Falten mehr zu sehen sind.

Fotos zum Vergrößern anklicken!

 

Und jetzt heisst es, runter auf die Knie nun müssen wir mit den Quiltnadeln alle drei Schichten zusammen heften. In meiner Dose sind 60 Stück und die verbrauche ich in der Regel auch komplett.

Im letzten Schritt entferne ich das Klebband und rolle mein Sandwich von beiden Seiten zur Mitte hin zusammen und dann kann es auch endlich losgehen.

Happy Quilting

Fertig gequiltet müssen wir nun das überstehende Vlies und den Rückseitenstoff zuschneiden. Aktuell sieht der Quilt ungefähr so aus wie auf dem ersten Foto.

Idealerweise möchten wir eine schöne gerade Kante und rechtwinklige Ecken. Also schnappen wir uns die Schneidematte, unsere großen Lineale und den Cutter. Da niemand eine Schneidematte in der Größe des kompletten Quilts besitzt, müsst ihr ein bisschen Tricksen. Sucht euch eine Seite/Ecke aus, an der ihr beginnen möchtet.

Dort orientiert man sich an einer der Stoffnähte und richtet das Lineal mit Hilfe der eingzeichneten Linien gerade aus. Siehe rote Linien auf dem Foto. Dann schneidet ihr dort so viel wie das Lineal oder die Schneidematte zulassen.

 

Im nächsten Schritt kümmern wir uns um die erste Ecke. Ihr könnt ein zweites Lineal in rechtem Winkel anlegen. Ist schwer zu beschreiben, schaut euch das Bild an, die roten Linien kennzeichnen unsere perfekte Ecke. Wie im 2. Foto zu sehen, schneidet ihr dann entlang des oberen Lineals.

 

Dann müsst ihr den Quilt samt der Lineale verrücken, zieht den Quilt einfach an der Tischkante runter, und arbeitet euch vor bis eine Seite komplett gecuttet ist.

 

Danach dreht ihr den Quilt und braucht zunächst kein zweites Lineal mehr, da wir bereits eine gerade Seite haben, können wir diese an einer Linie der Schneidematte ausrichten. Das Lineal richten wir ebenfalls an der Matte aus, und erhalten dadurch wieder einen korrekten Winkel, siehe rote Linie auf dem Bild. Das wiederholt ihr auf den restlichen Seiten und Voilà, es ist vollbracht. Ihr habt ringsrum eine tolle Kante und könnt mit dem Binding starten.

 

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